Chorleiter
Vorsitzende
Ehrendirigenten
Ehrenvorsitzenden
Eine
Vereinschronik zeigt wie ein Seismograph die Höhen und Tiefen
aller Ereignisse auf und dient insbesondere dem Zweck, allen
nachfolgenden Generationen das Vereinsgeschehen als Dokumentation zu
erhalten. In dankbarem Gedenken sind alle Persönlichkeiten
namentlich erwähnt, welche die Liedertafel geprägt und
vorwärtsgetragen haben.
Blenden wir
zurück zu den Anfängen einer ungemein interessanten
Vereinsgeschichte und verfolgen das Geschehen bis zur Gegenwart:
Der
Männergesangverein Liedertafel ist der älteste Gesangverein
Hockenheims. Bereits um das Jahr 1850 gab es Bestrebungen, einen
Gesangverein zu gründen. Nach den Kriegsjahren 1870 und 1871
trafen sich entlassene Soldaten regelmäßig zum Singen. Aus
diesem Kreis entstand 1873 ein Doppelquartett. Immer neue Sänger
drängten zu dieser Gruppe und man entschloss sich zu einer
Vereinsgründung. In einer Gründungsversammlung im Sommer 1874
wurde die "Liedertafel" aus der Taufe geboren. Nach den ersten
Aufzeichnungen traten an diesem Tag 25 Sänger dem neuen Verein bei.

Chor im Gründungsjahr
1874
1874
Georg Haffner wird
zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Das Amt des Dirigenten
wird Herrn Hauptlehrer Idler übertragen
1875
Lehrer Ries, ein
sehr begabter Musiker, übernimmt die Dirigententätigkeit. Die
Sängerzahl steigt ständig. Innerhalb des Vereins gründet
Herr Ries eine Musikkapelle, die sich nach seinem plötzlichen Tod
wieder auflöste. Den Chor übernimmt wieder Hauptlehrer
Zieger.
1885
Herr Halle wird zum 1. Vorsitzenden gewählt, Dirigent wird Hauptlehrer
Zieger.
1888
Weihe der ersten Vereinsfahne

1. Sängerfest und Fahnenweihe
1888
1889
Die bevorstehende
Bürgermeisterwahl spaltet die Bevölkerung Hockenheims in zwei
streitbare Lager, was natürlich auch im Verein Turbulenzen
hervorruft. Es erfolgen Austritte, die jedoch den Fortbestand des
Chores nicht gefährden können. Der 1. Vorsitzende Halle legt
sein Amt nieder. Nachfolger des Chores wird Maurermeister Johannes
Keller, Dirigent bleibt Hauptlehrer
Zieger.
1910
Hauptlehrer Heugel
wird neuer Dirigent des Vereins. Er leitet den Chor erfolgreich bis zum
Ausbruch des 1. Weltkrieges. Der langjährige Chorleiter
Zieger, zwischenzeitlich Rektor der Volksschule in Hockenheim, wird zum
Ehrendirigenten ernannt.
1914
An Pfingsten findet
das 40jährige Vereinsjubiläum mit Klassensingen statt. 18
Vereine aus Nah und Fern stellen sich dem Preisgericht. Die Stiftung
eines Ehrenpreises durch Seine Großherzogliche Hoheit Prinz Max
von Baden wird als höchste Würdigung des Vereins
erwähnt. Die Mitgliederliste weist 50 Aktive und 111 Passive auf.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges wird das Vereinsleben empfindlich
gestört. Nur lose kann das Gefüge des Vereins
zusammengehalten werden, da die meisten Sänger im Kriegsdienst
stehen.
1918
Trotz schmerzlicher
Verluste formiert sich die Liedertafel bereits kurz nach Kriegsende
wieder neu. Unter der Leitung des 1. Vorsitzendes Peter Fuchs sowie des
Dirigenten Matthias Riesenacker erfolgt mit großer Anstrengung
der Neuaufbau des Vereins.
1921
Jakob Eichhorn wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1924
In einer internen Feierstunde wird die 2. Vereinsfahne ihrer Bestimmung übergeben.
1926
Karl Kühne wird 1. Vorsitzender für die folgenden vier Jahre. Nach Unstimmigkeiten im Chor legt er sein Amt nieder.
1930
Franz Haffner übernimmt als 1. Vorsitzender die Vereinsführung.
1933
Mitte des Jahres
machen sich die ersten Auflagen der NS-Zeit bemerkbar. Laut neuer
Richtlinien des Badischen Sängerbundes muss der Titel "Vorstand"
in "Vereinsführer" umbenannt werde. Diese Maßnahme
trägt die Bezeichnung "Gleichschaltung".
1935
Chorleiter Matthias Riesenacker wird für 20 Jahre Dirigententätigkeit geehrt.
1936
Franz Haffner stellt
aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Vereinsführer zur
Verfügung. Sein Nachfolger wird Alfred Weiß. Dieser leitet
bemerkenswerte Vereinsarbeit, muss aber aus Gesundheitsgründen
sein Engagement Mitte 1937 einstellen.
1937
In einer
außerordentlichen Generalversammlung wird Karl Lösch zum
Vereinsführer gewählt. Er führt den Verein mit starker
Hand und trifft seine Entscheidungen mit Weitblick. Die Sänger
weiß er zu begeistern und neu zu motivieren.
1939
Wegen Ausbruch des 2. Weltkrieges muss das vollständig vorbereitete Konzert abgesagt werden.
1940
Vereinsführer
Lösch wird in den Heeresdienst einberufen und führt im
Heimaturlaub die Vereinsgeschäfte weiter, als sein Stellvertreter
fungiert Alfred Weiß. Aufgrund der Kriegsverhältnisse
können keine Veranstaltungen durchgeführt werden, die
Singstunden werden jedoch weiterhin abgehalten.
1944
Bestandsaufnahme der Mitglieder:
136 Aktive und Passive
6 Ehrenmitglieder
6 Mitglieder seit Kriegsausbruch gefallen
4 Mitglieder als vermisst erklärt
4 Mitglieder in englischer Gefangenschaft
1946
Vorstand Karl
Lösch sowie die Sänger Gustav Lehr und Karl Klee sind beim
Wiederaufbau der Liedertafel unermüdlich. Der Fortbestand des
Vereins ist oft gefährdet, kann jedoch Dank der Entschlossenheit
der Vorstandschaft erhalten werden. Die Liedertafel nimmt als erster
Hockenheimer Gesangverein seine volle Tätigkeit wieder auf. Nach
dem Krieg stimmen die hiesigen Vereine fast einstimmig dem Beitritt in
das neu geschaffene "Kultur- und Sportkartell" zu. Durch das umsichtige
Handeln des Vorsitzenden Karl Lösch bleibt die Liedertafel
selbstständig. Diese Tatsache bringt dem Verein neuen Auftrieb und
Erfolg.
Dirigent Matthias
Riesenacker stellt nach 25 Jahren Dirigententätigkeit sein Amt zur
Verfügung. Für seine großen musikalischen Verdienste
wird er zum Ehrendirigenten ernannt.
Im Frühjahr
1946 kann man Ludwig Hauck als neuen Dirigenten gewinnen. Sein Elan und
Können zieht neue Sänger an und im Juli 1946 zählt man
bereits 60 Aktive. Ludwig Hauck eröffnet eine neue Ära im
Vereinsleben der Liedertafel. Anspruchsvolle Jahreskonzerte, gesellige
Veranstaltungen, Rundfunkaufnahmen, Beteiligung an Freundschafts- und
Wertungssingen geben Zeugnis von seinem Können. Während
seiner Dirigententätigkeit formt er die Liedertafel zu einem der
leistungsfähigsten Chöre der Region.
1949
Unter großer
Anteilnahme der Hockenheimer Bevölkerung wird das 75.
Vereinsjubiläum gefeiert. Der Chor ist auf 95 aktive Sänger
angewachsen. Das zwischenzeitlich gegründete "Sextett" findet in
der Öffentlichkeit große Beachtung.

75 Jahre Männerchor
1949
1954
Der 80. Geburtstag
der Liedertafel wird mit einem großen Sängerfest begangen.
Der Jubelverein präsentiert sich mit insgesamt 128 aktiven
Sängern. Beim Punktwertungssingen messen 13 Vereine ihr
Können, 15 Chöre bestreiten das Freundschaftssingen. Die
gemeldeten Vereine beteiligen sich ausnahmslos am Festzug. Dabei ist es
Verpflichtung die Fahne mitzuführen, widrigenfalls besteht kein
Anspruch auf die errungenen Preise. Der imposante Verlauf des Festes
wird für die gesamte Bevölkerung zu einem besonderen Erlebnis.

80 Jahre Männerchor
1954
1958
Geburtsjahr der
"Närrischen Singstunde" mit dem Termin Freitag vor Fastnacht.
Diese Veranstaltung hat bis heute Bestand und bilde alljährlich
ein Highlight der Vereinsgeselligkeit.
1960
Nach
vorausgegangenen Differenzen stellt der 1. Vorsitzende Karl Lösch
sein Amt zur Verfügung. In 23 Jahren zielstrebiger und
konsequenter Arbeit war es ihm gelungen, die Liedertafel zu einer
Institution der Sängerbewegung im gesamten Umkreis werden zu
lassen. Für seine außergewöhnlichen Verdienste wird er
zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Karl Klee übernimmt als sein
Nachfolger die Verantwortung.
Im September sieht
sich der überaus beliebte Chorleiter Ludwig Hauck - bedingt durch
den Tod seiner Ehefrau - gezwungen, den Dirigentenstab in andere
Hände zu legen. Für seine immensen Verdienst um die
Liedertafel wird er zum Ehrendirigenten ernannt. Er verfolgt zeitlebens
das Geschehen bei "seiner" Liedertafel mit großen Interesse.
Bereits im Oktober
übernimmt mit Musikdirektor Rolf Hartmann aus Heidelberg ein
dynamischer Mann die musikalische Leitung. Er versteht es meisterlich,
den Chor in den Folgejahren zu Höchstleistungen zu motivieren.
Rundfunkaufnahmen für den Süddeutschen Rundfunk geben hiervon
Zeugnis.
1964
Das 90jährige
Jubiläum der Liedertafel wird mit Punktwertungs-, Prädikat-
und Freundschaftssingen unter Beteiligung von 28 Vereinen gefeiert. Im
Rahmen eines Chorkonzertes wird am 7. Juni die 3. Vereinsfahne von
Stadtpfarrer Johannes Beykirch geweiht. Eine Sammelaktion von Frieda
Kreimes hat diese Neuanschaffung ohne Belastung der Vereinskasse
möglich gemacht. Für diese Leistung wird mit Frau Kreimes
erstmals eine Frau zum Ehrenmitglied des Männergesangvereins
Liedertafel ernannt. Die Dokumentationen des Jubiläums berichten
von einem glanzvollen Verlauf der Festtage. Dirigent und Vorstandschaft
sind in dem Bewusstsein, den Chorgesang und das kulturelle Liedgut
würdig vertreten zu haben, mit dem gelungenen Sängerfest mehr
als zufrieden.

90 Jahre Männerchor
1964
1966
Der Verein
erfährt eine Zäsur. Die Sänger fühlen sich von den
hohen Anforderungen ihres Dirigenten immer mehr überfordert. Die
Folge ist, dass die Sängerzahl rückläufig ist. Als
logische Konsequenz dieser Entwicklung kündigt Musikdirektor Rolf
Hartmann im November seinen Dienst. Musiklehrer Eberhard Demleitner
übernimmt aushilfsweise die Dirigententätigkeit für eine
Übergangszeit.
1967
In einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung erklärt der 1.
Vorsitzende Karl Klee nach 7jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen
und beruflichen Gründen seinen Rücktritt. Dem neuen
Vorsitzenden Hermann Klebert gelingt es glücklicherweise sehr
rasch mit Rektor Michael Joswig aus Edingen einen Dirigenten zu
verpflichten, der die Fähigkeit besitzt, in kürzester Zeit
den Chor neu zu motivieren. Entgegen dem Trend abnehmender
Sängerzahlen kann durch Werbung ein kräftiger Zugang junger
Sänger erreicht und somit ein leistungsfähiger Chor aufgebaut
werden. Die Vorstandschaft versteht es vorzüglich die
Jungsänger durch Freizeit, Zeltlager, Wandertage usw. zu
begeistern. Viele dieser damaligen Jungsänger sind heute an
verantwortlicher Stelle für den Verein tätig.
1970
Bei der
Jahreshauptversammlung legt Hermann Klebert aus gesundheitlichen
Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Typisch für ihn
ist die Tatsache, dass er sich am gleichen Abend als Vorstandsmitglied
im Vergnügungsausschuss weiterhin dem Verein zur Verfügung
stellt.
Die Versammlung
wählt Alfred Kühnle zum neuen Vorsitzenden. Mit jugendlichem
Elan - er ist zu diesem Zeitpunkt 34 Jahre alt - konzentriert er von
Anfang an seine Arbeit auf die Vorbereitung des 100jährigen
Vereinsjubiläums im Jahre 1974.
1971
Seit Bestehen der
Liedertafel wird jährlich - ausgenommen die Kriegsjahre - ein
Konzert veranstaltet. In diesem Jahr wählt man eine Form der
Öffentlichkeitsarbeit: 3 Gottesdienste unterschiedlicher
Konfessionen werden musikalisch gestaltet. Hierdurch erreicht man weit
mehr Zuhörer als bei den sonstigen Konzerten.
Am 6. Dezember
verstirbt der ehemalige Ehrenvorsitzende Karl Lösch. Durch sein
außergewöhnliches Engagement bleibt er unlösbar mit der
Liedertafel verbunden.
1972
Schriftführer
Anton Strittmatter legt sein Amt nach 13 Jahren in jüngere
Hände. Zwanzig Jahre Mitglied der engeren Vorstandschaft sprechen
für seinen großen Idealismus. Die Ernennung zum
Ehrenschriftführer erfüllt ihn mit großen Stolz.
1973
Am 15. August stirbt Ehrenschriftführer Anton Strittmatter im Alter von 73 Jahren.
1974
100 Jahre MGV
Liedertafel 1874 e.V. Hockenheim. Vom 1. bis 3. Juni feiert die
Bevölkerung Hockenheims bei Königswetter mit ihrer
Liedertafel. Das Festzelt hat seinen Standort auf dem alten
DJK-Sportplatz beim Feuerwehrgerätehaus. Den Auftakt der
Veranstaltungen bildet das glanzvolle Festbankett mit Überreichung
der ZELTER-Plakette durch Landrat Albert
Neckenauer. Beim Sängerwettstreit messen 11 Chöre ihr
Können beim Prädikatsingen, 13 beim Punktwertungssingen und 7
beim Volksliedersingen. Beim Freundschaftssingen sind insgesamt 18
Chöre vertreten, die mit ihren Liedbeiträgen dem Jubelverein
ihre Referenz erweisen.
Für den zweiten
der 3 Festtage hat die Vorstandschaft den aus Funk und Fernsehen
bekannten Show- und Gesangsstar Tony Marshall verpflichtet. Das
Publikum ist hellauf begeistert. Mit einem Bunten Abend finden die
Festtage, die sowohl für den Jubelverein als auch für den
Chorgesang einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, ihren
Abschluß.

100 Jahre Männerchor
1974
1975
Nach den hohen
Anforderungen im Jubiläumsjahr verläuft das
Geschäftsjahr eher ruhig. Im Verhältnis Chor und Dirigent
treten allerdings Abnutzungserscheinungen zu Tage, so dass man sich in
gutem Einvernehmen trennt. Mit der Verpflichtung des Dirigenten
Bernhard Riffel wird ein neuer Weg eingeschlagen. Der erst
20jährige Chorleiter lässt viele neue Element in die
Probenarbeit einfließen und setzt seine frisch erworbenen
Kenntnisse erfolgreich um.
Im November verstirbt der langjährige musikalische Leiter des Doppelquartetts Eberhard
Demleitner. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
1976
Bei der
Jahreshauptversammlung muss der 1. Vorsitzende Alfred Kühnle aus
beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen. Sein
Nachfolger wird Hans
Gaa. Im August zeichnet die Liedertafel für die Bewirtung des
Motodromfestes anlässlich des 10jährigen Bestehens
verantwortlich.
1977
Die Liedertafel
erklärt ihren Austritt aus der Interessengemeinschaft der
Hockenheimer Gesangsvereine. Dieser Schritt löst in unserer
Heimatstadt heftige Diskussionen aus.
1979
Im Februar kann das
300. Mitglied gewonnen werden. Bei der Jahreshauptversammlung gibt der
Vorsitzende
Hans Gaa nach 3 Amtsjahren schriftlich seinen Rücktritt bekannt,
da er sich zu dieser Zeit in Kur befindet. Alfred Kühnle
übernimmt in einer zweiten Amtsperiode den Vorsitz des Vereins. Im
Oktober wirken rund 300 Sänger der Riffel-Chöre bei Aufnahmen
für eine Weihnachtsliederlangspielplatte mit.
1980
Dirigent Bernhard
Riffel löst mit seinem Vorschlag, einen Frauenchor zu gründen
heftige Diskussionen aus. Die Mitgliederversammlung fasst nach langen
Diskussionen den Beschluss unabhängig vom Männerchor auf ein
Jahr zur Probe einem Frauenchor zuzustimmen. Bereits am 12. Mai findet
die erste Chorprobe mit 48 Sängerinnen statt.
Walter Offenloch
wird für 20 Jahre Vizedirigententätigkeit geehrt.
Während dieser Zeit stand er bei unzähligen Auftritten
zuverlässig dem Verein zur Verfügung.
1981
Beim Winterball
präsentiert sich der Frauenchor mit 60 Sängerinnen dem
interessierten Publikum. Ab diesem Zeitpunkt ist der Chor fester
Bestandteil der Liedertafel. Bei der Jahreshauptversammlung werden
erstmals 4 Beisitzerinnen in den Gesamtvorstand gewählt. Die
Sängerinnen entscheiden sich für Angela Haas als
Frauenchor-Sprecherin.
1982
Im Oktober startet
die Liedertafel zu einer 10-Tages-Reise nach Spanien. Bei einem
gemeinsamen Konzert in Barcelona findet die erste Begegnung mit unserem
heutigen Partnerchor ORFEO ATLANTIDA statt. Die freundschaftlichen
Beziehungen haben bis heute Bestand und sind für die junge
Generation bereits zur Selbstverständlichkeit geworden.
1983
Ein Freudentag für die Liedertafel: die Hochzeit des 1. Vorsitzenden Alfred Kühnle.
1984
110 Jahre MGV
Liedertafel mit insgesamt 117 aktiven Sängerinnen und Sängern
im Frauen- bzw. Männerchor. Dieses Jubiläum wird im kleineren
Rahmen gefeiert. An den Freundschafts- und Konzertsingen beteiligten
sich 50 Vereine mit rund 2.700 Sängerinnen und Sängern.
Den Abschluss der
Feierlichkeiten bildet im Oktober das Jubiläumskonzert unter der
Leitung von Bernhard Riffel. Dieses Konzert wird die aktive Beteiligung
der ehemaligen Dirigenten Ludwig Hauck, Rolf Hartmann und Michael
Joswig zu einem besondern musikalischen Erlebnis.
1985
Nach 13 Jahren als
Schriftführer und insgesamt 25 Jahren Mitglied der Vorstandschaft
stellt Walter Offenloch sein Amt zur Verfügung. Im Dezember wird
die 10jährige Dirigententätigkeit von Bernhard Riffel mit
einem glanzvollen
Kirchenkonzert gefeiert.
1986
Bei der
Jahreshauptversammlung übergibt Angela Haas das Amt der
Frauenchor-Sprecherin an Rita Muth. Nach 6 Jahren Pionierarbeit kann
sie ihrer Nachfolgerin einen intakten und erfolgreichen Frauenchor
übergeben.
Die mittlerweile emanzipierten Sängerinnen
organisieren erstmals einen Frauenchorausflug. Diese Exkursionen haben bis heute an Beliebtheit nichts eingebüßt.
1987
Um den
Nachwuchssorgen entgegenzuwirken beschließt die Vorstandschaft
die Gründung eines Kinderchores. Bereits im April kann Dirigent
Bernhard Riffel mit 35 Mädchen und Jungen seine musikalische
Arbeit beginnen.
Im November besucht der Männerchor auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Udo Ehrbar die Bundeshauptstadt Bonn.
1988
Beim Winterball
zeichnet Bürgermeister Gustav Schrank die aktiven Sänger
Manfred Haas und Walter Offenloch für ihre langjährige
ehrenamtliche Tätigkeit mit der Landesehrennadel aus.
1989
Im Januar wird Bruno
Klebert für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit
als 2. Vorsitzender die Landesehrennadel überreicht.
Der 1. Vorsitzende
Alfred Kühnle macht den Vereinsvorsitz zugunsten eines
Generationenwechsels frei. Hans Achtstätter stellt sich als
Nachfolger in den Dienst des Vereins.
Erste Erfolge einer
gezielten Jugendarbeit: Im Verlaufe des Jahres können einige
Mädchen aus dem Kinderchor in den Frauenchor eingegliedert werden.
1990
Im Rahmen eines
Kulturaustausches zwischen der UDSSR und der Bundesrepublik Deutschland
reist der Männerchor in die autonome Teilrepublik der russischen
Föderation nach
Tschuwaschien. Aus dieser Begegnung entsteht eine dauerhafte kulturelle
Partnerschaft, die als erfreuliches Nebenprodukt zwei deutsch-russische
Eheschließungen hervorbrachte.
Im Juni feiert der
Frauenchor in großem Rahmen sein 10jähriges Bestehen. Mit
Stolz präsentiert der Gründer Bernhard Riffel seinen Chor mit
109 Sängerinnen, der in der Zwischenzeit zu einem
Qualitätsbegriff geworden ist. Den Festverlauf darf man als
Großdemonstration für den Chorgesang bezeichnen. 80
Gastchöre feiern bei Freundschafts- und Volksliederwertungssingen
mit dem Jubelchor. Die Veranstaltungen sind getragen von einer
Sympathiewelle seitens der Bevölkerung.
1991
Nach 16 Jahren
beendet Chorleiter Bernhard Riffel seine Dirigententätigkeit bei
der Liedertafel. Mit der Verpflichtung von Walter Muth als neuen
Dirigenten ist die Fortführung der Chorarbeit auf einem hohen
musikalischen Leistungsstand beider Chöre gewährleistet.
Zielstrebig und dynamisch weiß er die Sängerinnen und
Sänger zu motivieren sowie die stimmtechnischen Möglichkeiten
zu verbessern.
Beim Kinderchor
übernimmt Alexandra Steinhauser die musikalische Arbeit. Mit
jugendgerechtem Liedgut, unterstützt durch einfache
Rhythmus-Instrumente, beginnt eine neue Art der Musikerziehung.
Walter Offenloch
beendet nach 39 Jahren seine Tätigkeit als Vizedirigent; nach 18
Jahren als 2. Vorsitzender stellt Bruno Klebert sein Amt zur
Verfügung.
In diesem Jahr sind
sowohl das Staatliche Gesangs- und Tanzensemble aus
Tschuwaschien, als auch unser Partnerchor Orfeo Atlantida aus Barcelona
bei uns zu Gast. Unvergessliches musikalisches und menschliches
Miteinander prägen diese beiden Begegnungen.
1992
Mitte Januar liegt
das erste Exemplar unserer neuen Vereinszeitung "Liedertafel-Info"
01/1992 vor. Sie dient neben ihrer Funktion als Vereinszeitung und
Informationsquelle für alle aktiven und fördernden Mitglieder
auch als Mitteilungsblatt für die Vorstandschaft und ist bis heute
für die Leser von großem Interesse.
Im April wird der 5.
Geburtstag des Kinderchores in der Festhalle gefeiert. 40 Kinder
präsentieren sich mit einem hörens- und sehenswerten Programm
dem Publikum. Die Dirigentin Alexandra Steinhauser bringt den Chor
durch zielstrebiges Arbeiten auf einen beachtlichen Leistungsstand.
Für gesellige und organisatorische Belange zeichnet der aktive
Sänger Adalbert Treutlein verantwortlich. Er begeleitet den
Kinderchor seit dem ersten Tag seines Bestehens in vorbildlicher Weise.

5 Jahre Kinderchor
1992
1993
Mit Wirkung vom 03.
März tritt die neue Vereinssatzung und die Ehrenordnung in Kraft.
Bei der Jahreshauptversammlung stellt der 1. Vorsitzende Hans
Achtstätter sein Amt zur Verfügung. Sein Organisationstalent
und ein großes Maß an Diplomatie haben die vier bewegten
Jahre seiner Amtszeit nachhaltig geprägt. Die Vereinsführung
geht in die Hände von Gerhard Kuhn über.
Nach sieben
Amtsjahren übergibt Frauenchor-Sprecherin Rita Muth ihre
Verantwortung an Ria Keller, die sich gleichzeitig als stellvertretende
Vorsitzende der Liedertafel zur Verfügung stellt.
1994
Alfred Kühnle
wird die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg als Anerkennung
für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit, davon 15
Jahre als 1. Vorsitzender, verliehen. Immer einen Schritt voraus hatte
er die Geschicke der Liedertafel gelenkt. Er hat Neuerungen und
Veränderungen gewagt, die neue Strukturen der Vereinsgeschichte
ermöglichten. Mit seiner soliden Führungsarbeit hatte er es
meisterlich verstanden, das Ansehen und den Erfolg unserer
Chorgemeinschaft zu steigern.
Auf Betreiben des Dirigenten Walter Muth wird die Stimmbildung zu einem festen Bestandteil der chorischen Arbeit.
120 Jahre
Liedertafel Hockenheim. Sonderveranstaltungen über das gesamte
Jahr geben diesem Jubiläum seine besondere Note. Ein Ehrungsabend
ist der würdige Rahmen für die Ernennung der ehemaligen
engeren Vorstandschaft zu Ehrenmitgliedern: Alfred Kühnle (1.
Vorsitzender), Bruno Klebert (2. Vorsitzender), Manfred Haas
(Schatzmeister) und Walter Offenloch (Schriftführer).
Mit einer
bemerkenswerten Ausstellung "120 Jahre Liedertafel" wird die
wechselvolle Geschichte der Liedertafel in Wort und Bild der
Öffentlichkeit näher gebracht.
Das uns
partnerschaftlich verbundene Staatliche Tschuwaschische Gesangs- und
Tanzensemble verleiht dem Jubiläumsjahr mit einem begeisternden
Konzert in der Stadthalle Hockenheim besonderen Glanz. Den Abschluss
der Jubiläumsveranstaltungen bildet ein Schubert- und
Volksliederkonzert, das die Leistungsfähigkeit der
Chorgemeinschaft eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Erwähnenswert
ist sicherlich die Erfolgsserie des Frauenchors im Jubiläumsjahr:
bei verschiedenen Wertungssingen erringen die Sängerinnen dreimal
die Tagesbestleistung. Ebenso gilt es die erfolgreiche
Mitgliederwerbung festzuhalten. Mit 617 Mitgliedern verfügt der
Jubelverein über ein solides Fundament.
1995
Kinderchordirigentin Alexandra Steinhauser beendet ihre musikalische Arbeit; diese wird von Walter Muth weitergeführt.
1996
Die Vorstandschaft
entschließt sich zu einem Dirigentenwechsel. Walter Muth hat in
seiner Schaffensperiode die Liedertafelchöre auf einen
bemerkenswerten Leistungsstand gebracht und durch konsequente
Stimmbildende Maßnahmen den Anforderungen der Zeit voll
entsprochen.
Im Juni kann der
neue und derzeitige Dirigent Otto Lamadé als musikalischer
Leiter für Frauen- und Männerchor verpflichtet werden. Hohe
musikalische Kompetenz und persönliche Ausgewogenheit bringen ein
harmonisches und gesundes Miteinander. Jeder Neubeginn setzt Akzente
und eröffnet Perspektiven, die eine Chance der Weiterentwicklung
in sich tragen. Dies zu verwirklichen erfordert die gebündelte
Kraft von Sängerinnen, Sängern, Dirigent und Vorstandschaft.
Der Kinderchor wird ab Juni von Maria Eberhard geleitet.
1997
Die
Mitgliederversammlung bringt einen Wechsel in der Vereinsführung,
da Gerhard Kuhn nicht mehr als 1. Vorsitzender zur Verfügung
steht. Seine 6jährige Amtszeit als 1. und 2. Vorsitzender war
geprägt von hervorragender organisatorischer Arbeit, erfolgreicher
Mitgliederwerbung und permanenter Öffentlichkeitsarbeit. Er kann
seinem Nachfolger einen Verein mit über 600 Mitgliedern
übergeben.
Mit Karl Laier
gewinnt die Liedertafel einen dynamischen 1. Vorsitzenden. Das im Jahre
1999 anstehende 125jährige Vereinjubiläum bedeutet für
ihn und seine Vorstandschaft eine große Herausforderung.
Manfred Haas stellt
sein Amt als Schatzmeister nach 39 Jahren zur Verfügung. Insgesamt
hatte er 35 Jahre Verantwortung in der Vorstandschaft getragen und gilt
als Institution in allen Belangen des Vereinslebens.
Mit Rita Muth
verlässt eine verdiente Sängerin die Vorstandschaft.
Insgesamt 16 Jahre war sie in verschiedenen Ausschüssen
tätig, sieben Jahre hat sie als Frauenchor-Sprecherin wertvolle
Dienste geleistet.
Ende September
verliert der Kinderchor aufgrund eines Wohnortwechsels seine Dirigentin
Maria Eberhard. Bereits Anfang November übernimmt Antje Goede die
musikalische Arbeit mit den Kindern. Mit jugendlichem Schwung und viel
pädagogischen Feingefühl weiß sie die Mädchen und
Jungen zu begeistern. Die Vereinsführung legt schon immer sehr
viel Wert auf den Nachwuchs und biete dem jungen Völkchen
vielerlei Anreize zur Förderung des musikalischen Ehrgeizes und
des freundschaftlichen Miteinanders.
1998
Dieses Jahr steht
bereits ganz im Zeichen der Vorbereitung des Jubiläums im Jahre
1999. Verschiedene Ausschüsse sind bereits intensiv in klar
abgegrenzten Aufgabenbereichen beschäftigt. Der Kinderchor feiert
sein 10jähriges Bestehen mit einem Bunten Nachmittag. Das Programm
- mit der Aufführung des Singspiels "Kalif Storch" - vermittelt
einen Einblick in das Leistungsniveau des Chores und bietet den
Besuchern beste Unterhaltung.
Das Vereinslokal der
Liedertafel, das Gasthaus "Zum Stadtpark", feiert sein 100jähriges
Bestehen. Seit nunmehr 96 Jahren war ist unser Verein in diesem Hause
willkommen.
Der Tod unseres Ehrendirigenten Ludwig Hauck erfüllt den gesamten Verein mit großer Trauer.
Am 08. November
findet der Dirigententag für das 125jährige Jubiläum im
Vereinslokal statt. Insgesamt sangen 110 Gastchöre mit rund 5.000
Sängerinnen und Sängern für dir verschiedenen Singen ihr
Kommen zu. Neben einer großen Wertschätzung unserer
Chöre bedeutet dies gleichzeitig eine enorme Herausforderung
für den gesamten Verein.
1999
Das
Jubiläumsjahr wird im Februar mit einem Ökumenischen
Gottesdienst in der Katholischen Kirche St. Georg unter der Mitwirkung
von Frauen- und Männerchor eröffnet. Der Jubelverein gedenkt
seiner Verstorbenen. Die musikalische Gestaltung der Feierstunde ist
Ausdruck der Ehrerbietung und des Dankes an jene, die mit ihrem
Idealismus und Schaffen zum Fortbestehen unserer Gemeinschaft
beigetragen haben.

125 Jahre Männerchor
1999
Ein
bemerkenswertes Festbuch hält alle Ereignisse der 125-jährigen
Vereinsgeschichte in Wort und Bild fest. Für die Festtage gilt es als Wegweiser
durch die vielfältigen Veranstaltungen. 110 gemeldete Chöre sorgen mit 5000 Sängerinnen
und Sängern für ein Festival des Liedes.
Mit
einem glanzvollen Festbankett eröffnet die Liedertafel am 8. Mai 1999 in der
Stadthalle die Jubiläums-Veranstaltungsreihe. Erstmals wird die Ehrendame mit
ihren Festdamen und Begleitern präsentiert. Ehrungen durch den Verein sowie den
Deutschen- und Badischen Sängerbund würdigen die Verdienste langjähriger
Aktiver und Passiver. Die folgenden Auftritte der drei Chorgattungen Kinder-,
Frauen- und Männerchor begeistern das Publikum. Eine ansehnliche Reihe
Gratulanten, an der Spitze Schirmherr Bürgermeister Gustav Schrank, machen das
freundschaftliche Miteinander deutlich. Die Musik- und Showkapelle „Blue
Dominos“ läuft zur Hochform auf und beendet mit einem tanzfreudigen Publikum
die Veranstaltung.
Die
Festtage sind angefüllt mit den unterschiedlichsten Events und der Wettergott
schenkt Kaiserwetter. Begleitet vom Fanfarenzug der Rennstadt Hockenheim und
unter dem Beifall vieler Zuschauer bewegt sich der imposante Festzug zum 2.500
Personen fassenden Zelt, dessen Ausschmückung uneingeschränkte Bewunderung
findet. Mit einem Freundschaftssingen wird das Programm eröffnet. Eine Fülle
an Ideen macht deutlich, wie traditionelles
und modernes Liedgut wirkungsvoll präsentiert werden kann. Der nächste Tag
bringt mit Kinder- und Jugendchorsingen, Freundschaftssingen Teil II und Prädikatsingen
viel Abwechslung für die Zuhörer. Die Wertungsrichter Dipl. Kapellmeister Hans
Schlaud und Dipl. Chorleiter Martin Winkler haben es nicht leicht; denn die
Leistungen der Chöre sind oftmals dicht beisammen. Der Sonntagmorgen beginnt
mit einem gewaltigen Gewitterregen. Die ersten Chöre stehen mit durchnässter
Kleidung auf der Bühne. Der Volksliederwettbewerb beherrscht den Tag. Die
Spannung ist bei der Bekanntgabe der Wertungen nahezu greifbar. Der absolute
Tagessieger heißt Männergesangverein MGV Kronau und übernimmt unter
unbeschreiblichem Jubel – aus den Händen von Bürgermeister Gustav Schrank
– den Pokal der Stadt Hockenheim. Zum Abschluss unterhält die Stadtkapelle
das Publikum mit einem modern arrangierten Repertoire. Der letzte Festtag der
Liedertafel wird zum umjubelten Höhepunkt. 1.800 Freunde des Alpenrock erleben
mit der Kultband „Klostertaler“ einen Sound der Spitzenklasse, der selbst
die draußen niedergehenden Regenschauer überdeckt. Vorstand Karl Laier und
Dirigent Otto Lamadé nicken sich lachend zu – ihre Namen sind unlösbar mit
dem 125jährigen Jubiläum der Liedertafel verknüpft.
Mit
einem „ Festlichen Opern- und Operettenkonzert“ am 7. Nov. schloss sich der
Kreis der Jubiläumsveranstaltungen. Die Überschrift in der Hockenheimer
Tageszeitung bringt es auf den Punkt: Liedertafel legt uneingeschränkt Ehre
ein. Die verpflichteten Solisten Christine Brenk und Markus Schmeckenbecher
sowie das Heidelberger Kantatenorchester musizieren mit den Liedertafelchören
in Vollendung. Die Zuhörer spenden tosenden Beifall für einen Abend
beeindruckender Musikalität.
Kinderchor-Dirigentin
Antje Goede übergibt ihre Schützlinge an Frau Anne Heydenhauß, die eine
solide musikalische Ausbildung und ein gutes Gespür für Kinder mitbringt.
2000
Christina
Haas, Cecile Hoffmann, Ute Janisch und Katrin Keller wechseln am 7. Jan. als
zweite Nachwuchsgruppe aus dem Kinder- zum Frauenchor.
Bei
rund 200 Helfern bedankt sich die Liedertafel mit einem Helferabend im
Lutherhaus für ihre Mitarbeit während
des gesamten Jubeljahres.
Bei
der Jahreshauptversammlung wird Rudi Stohner zum neuen stellvertretenden
Vorsitzenden und Traudel Weimar zur Schatzmeisterin gewählt.
Die
dritte Nachwuchsgruppe drängt seit Juni mit Nachdruck zum Frauen- bzw. Männerchor.
Ein herzliches Willkommen gilt Kathrin Biedlingmeier, Franziska Riedel, Adrian
Bechtel, Florian Keller, Benedikt Stohner und Nicolas Treutlein.
20 Jahre Frauenchor
Alle
Liedertafel-Chöre stellen am 15. Okt. In der Katholischen Kirche St. Georg ihr
Können unter Beweis. Die Mitwirkung von Sopranistin Martina Mehrer, Tenor
Christian Klee und dem Gastchor MGV Cäcilia Lindenholzhausen lässt das Konzert
„Spirituals, Gospels und geistliche Chorwerke“ zu einem musikalischen
Erlebnis werden.
Ein
weiterer Höhepunkt unserer Vereinsgeschichte stellt die Spanienreise vom
27.10.-4.11. mit einem dichtgefüllten Programmablauf dar.
An
Allerheiligen machen wir unserem befreundeten Chor „Orfeo Atlantida“
Barcelona zum 75jährigen Jubiläum ein Konzert zum Geschenk. Leider sind
zahlreiche Chormitglieder erkrankt, an der Spitze unser Dirigent. Das Programm
wird umgestellt und die Vizedirigenten Rosemarie Hambsch und Wilhelm Weimar übernehmen
das Dirigat. Der international bekannte Hockenheimer Bariton Jochen
Schmeckenbecher gibt zeitgleich an der Oper von Barcelona ein Gastspiel und
unterstützt unser Konzert. Das gemeinsame Singen mit Orfeo Atlantida bildet
einen furiosen Abschluss.
2001
Frau
Anne Heydenhauß geht im Rahmen ihres Musikstudiums für ein Semester nach
London und verabschiedet sich schweren Herzens vom Kinderchor. Als Nachfolgerin
wird Frau Anita Müller verpflichtet, die an der Pestalozzi-Schule Hockenheim
unterrichtet.
Der
Frauenchor erkämpft den Titel „Meisterchor im Badischen Sängerbund“. 27 Chöre
aus Baden stellen sich am 10./11. Nov. der Jury. Leistungsstufe I –hohe
Schwierigkeit- ist unser Wirkungsfeld, und hochkonzentriert kommen Pflichtchor
„Frühling“ von Helmut Sadler, Wahlchor „Starenflug“ von Richard Rudolf
Klein (Schwierigkeit 11 und besonders anstrengend, da ohne Text) sowie Volkslied
„Deep river“ von Gerhard Wind zum Vortrag. Gemeinsam mit unserem Dirigenten
schaffen wir es und nehmen mit Stolz die Urkunde von Gerhard Wind entgegen.
Sechs Jahre darf nun der Frauenchor den errungenen Titel tragen.
2002
Bei
der Jahreshauptversammlung stellen sich Bernd Riedel als stellvertretender
Vorsitzender und Edeltraud Janisch als Schatzmeisterin in den Dienst der engeren
Vorstandschaft.
Am
2.10. gestalten alle Hockenheimer Gesangvereine ein Benefizkonzert zu Gunsten
der „Hochwasseropfer an der Elbe“. Der Erlös von 7.500 Euro fließt
umgehend in zwei vordringliche Projekte.
2003
Das
traditionelle „Neujahrskonzert der Stadt Hockenheim“ am 12.1.wird allein von
der Liedertafel gestaltet, ohne Partnerverein wie in den vorausgegangenen Jahren
praktiziert.Die Chöre durchstreifen die Welt der Musical und Pop-Musik,
einfallsreich und humorvoll von dem legendären Armin Töpel moderiert.Tenor
Holger Ries gewinnt im Nu die Herzen der 700 Gäste.“Don’t cry for me
Argentina“ und „The rose“ gesungen von Frauen- und Männerchorbeendet ein
Konzert, das noch lange nachhallt.
Um
das Singen bereits in jungen Jahren auf breiter Ebene zu fördern, sind neue
Wege gefragt. Mit dem Projektchor „Kooperative Pestalozzi-Grundschule und MGV
Liedertafel“verpflichten sich die Partner, das gemeinsame Singen nach Kräften
zu fördern und eng zusammen zu arbeiten. Frau Müller übernimmt den
Schul-/Liedertafel-Kinderchor als Dirigentin. Mit einer Gründungs-Urkunde wird
die Kooperation besiegelt.
Wir
singen mit SWR4 Kurpfalzradio am 1. Mai. Die 22. Veranstaltung dieser Art findet
auf der Seebühne des Luisenpark Mannheim statt und wird von 150 Sängerinnen
und Sängern der Liedertafel gestaltet, Moderator ist Bruno Dumbeck.
Der
Viertages-Ausflug vom 1.-5.11. in den Bayrischen Wald bietet den 100 Teilnehmern
Unterhaltung pur. Besonders die Dreiflüssestadt Passau und Krumau in der
Republik Tschechien bleiben unvergessen.
2004
Der
Zaunkönig, ein lautstarker Sänger, wird zum Vogel des Jahres bestimmt.
Mit
einem „Kritiksingen“ in Reilingen bringt der Sängerkreis Kurpfalz
Schwetzingen e.V. eine neue Variante in die Sängerbewegung.
Ehrenbundeschorleiter des Badischen Sängerbundes –Herr Gerhard Wind- fungiert
als Juror und übt offene, faire Kritik, lobt und gibt wertvolle Hinweise und
Tipps.
130 Jahre Männerchor
Liedertafel
Der 10.07. ist wettermäßig kein Glückstag
für das geplante Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz, denn es wird wegen
schlechten Wetters in die Stadthalle verlegt. „Lieder der Nacht – Nacht der
Lieder“ entschädigt das Publikum mit Gesang „wie Samt und Seide“. Hiervon
kann man sich anhand der angebotenen CD’s bzw. Cassetten überzeugen.
„Kinderhilfe
Irak“ motiviert viele Hockenheimer Vereine mit einem Benefizkonzert die Not
kriegsgeschädigter Kinder zu lindern. Die Liedertafel ist mit dabei, und eine
stolze Spendensumme wird an die Friedensinitiative übergeben.
2005
Jung,
dynamisch und von Tradition geprägt feiert der Frauenchor sein 25jähriges
Bestehen. Ein glanzvoller Frühlingsball, gefolgt von einer Oldie-Night, einer
Matinee mit 16 Gastchören und einem Theaterabend bilden um das Jubiläum einen
interessanten Rahmen.
Mit
einem Vortrag „Lauf der Kraichbach“ wird erstmals dem Wunsch entsprochen, künftig
die Senioren der Liedertafel enger an den Verein zu binden. Die Resonanz ist überraschend
gross und ein neu geschaffenes Gremium organisiert rund ums Jahr
seniorengerechte Veranstaltungen.
2006
Bei
der Jahreshauptversammlung stellen sich Jutta Riedel und Jürgen Reichert als
stellvertretende Vorsitzende der Verantwortung.
Otto
Lamadé – 10 Jahre Dirigent bei der Liedertafel. Bei einem Sektempfang ehren
die Erwachsenenchöre ihren musikalischen Leiter. Eine Würdigung besonderer Art
stellt das „Weihnachtskonzert“ am 16.12. dar. Alle Chorgattungen sagen mit
begeistertem Gesang „DANKE".
2007
Die
mit besonderer Spannung erwartete Jahreshauptversammlung bringt eine Veränderung
an der Vereinsspitze. Karl Laier legt sein Amt nach 10 Jahren nieder.. Nach
anstrengenden Bemühungen einer speziellen Kommission kann Heinz Lörsch
gewonnen werden, der sich als Kandidat zur Verfügung stellt und mit eindeutigem
Votum zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt wird. Die bewegte Laier-Aera ist
nunmehr erfolgreich beendet dank seinem Weitblick für Zukünftiges und seiner
Visionen beim Gestalten des komplizierten Vereinsgeschehens.
Unsere Chronik wurde
bewusst personenbezogen gestaltet, damit jene in Erinnerung bleiben.
Aufgefallen ist bei
den Studien, dass ausnahmslos alle Frauen und Männer an
verantwortlicher Stelle ihre besten Lebensjahre zum Wohle unseres
Vereins eingebracht haben. Dies verpflichtet uns alle zu respektvollem
Dank.
Zu dieser Vereinschronik haben wir in unserer Bildergalerie Bilder ausgestellt.